Sommer in Norwegen - Backpacken und das Land entdecken

Es ist soweit. Die langersehnte Auszeit ist endlich da und gestern brachte uns der Flieger von Hamburg nach Oslo und dann nach Tromsø, 350 km nördlich (!) vom Polarkreis... an den Ort, an dem der Tag im Sommer zwei Monate lang dauert... der berühmte Polartag. Und gerade (01:36) sitze ich in der Gemeinschaftsküche vom Campingplatz, schaue raus... und es ist einfach taghell. Wahnsinn. Man verliert hier sämtliches Zeitgefühl, und das ist einfach wundervoll.

Am Prettvannet


Die Ankunft gestern war etwas holrpig, weil mein Backpack zunächst verloren ging, es wurde um Mitternacht zwar nachgeliefert, aber das hieß dann auch gegen Mitternacht wieder am Flughafen sein. Nach etwas Wartezeit war mein Hausstand für diesen Monat endlich wieder bei mir und wir machten uns auf gen Norden auf die benachbarte Insel Kvaløya und suchten uns dort am Ende der Siedlungen einen malerischen Übernachtungsplatz, es war dann schon gegen 2 Uhr nachts als wir unser Lager erreichten, dafür wurden wir mit dieser Aussicht belohnt:

Übernachten mit Blick in Richtung Flughafen am anderen Ufer

Der morgendliche Ausblick


Heute sind wir nun aber zum offiziellen Campingplatz weitergezogen und haben dies absolut nicht bereut: wunderschöne Gegend am Fuße eines Berges mit Wald und Sturzbächen, die immer lauter runterrauschen, je näher man kommt (jedoch leise genug sind, um schlafen zu können), wir haben hier eine tolle Gemeinschaftsküche, WCs und alles, was man als Camper eigentlich haben möchte. Im Servicegebäude kann man ein paar Snacks kaufen, ich habe mich heute bei meiner Stadt-Erkundungstour im Kiwi-Supermarkt eingedeckt (zählt mit Rema 1000 und Coop Prix zu den günstigeren). Und tatsächlich sind die Preise wirklich okay hier.

Zeltplatz auf der Insel Tromsdalen


Die Erkundungstour in der Innenstadt war super spannend, ich muss zugeben, ich habe mir Tromsø weniger spannend, was die Stadtarchitektur angeht, vorgestellt. Wurde aber postiv überrascht. Ich mag sehr gern, wie sich Altbauten, mit modernen schlichten Gebäuden und holzverkleideten Häusern vom Anfang des 20. Jahrhunderts vermischen. Viele Cafés und Restaurants prägen die gemütliche Storgata im Herzen der Stadt. Auf dem Weg dahin lief ich geradewegs an der berühmten Eismeerkathedrale (Ishavnkatedralen) am Fuße der Brücke auf der Insel Tromsdalen, die diese mit der Innestadt verbindet:
Die Eismeerkathedrale

Abends auf dem Campingplatz gab es dann bodenständige Bratkartoffeln mit Tomatensalat, Tee satt und einen Apfel zum Nachtisch, dazu spannende Gespräche mit einem Gast aus Florida und zwei Finnen.

Und so geht "der zweite Tag" allmählich zu Ende hier... immer noch darüber wundernd, wie hell es draußen ist.

Liebe Grüße
Nastasja

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