Lissabon sehen und sich verlieben

Es wird wieder Zeit zu Bloggen! Ja, wieder viel mehr und spannende Themen. Gib mir gern Feedback, worüber du gern mehr lesen würdest. Auf jeden Fall stehen mehr Reisen und Neues ausprobieren fest auf meinem Programm für die nächsten Monate.

Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß mit meinem Reisebericht aus Lissabon!
--------------------------------------------


Lissabon sehen und sich verlieben



Erst gestern bin ich wieder in den Flieger gen Heimat gestiegen und musste mich vorerst wieder von dieser schönen, lebenslustigen Stadt verabschieden. Montagmittag ging es mit der lieben J für ein paar Tage nach Lissabon. Das sollte meine erste Reise nach Portugal werden.

Lissabon <3


Tag 1


Kurz nach 15 Uhr sind wir ohne weitere Vorkommnisse angekommen und wurden, wie gehofft, von der Sonne Portugals begrüßt. Allein schon der Landeanflug entlockte uns einige Ahs und Ohs. Wunderschöne Landschaft, das Meer und die Küste, die dicht an dicht drängenden typischen Häuschen.
Der Weg zum Hotel war sehr entspannt. Mit unserem Handgepäck mussten wir nur einmal kurz aus dem Flughafen rausfallen und in die U-Bahn reinfallen. Dort kauften wir uns für 50 Cent die Viagem Card, die man mit einem Guthaben seiner Wahl aufladen kann und an den Scannern in Bussen und Bahnen der Stadt schlichtweg ranhalten muss und schon bezahlt hat. Das Besondere: Eine Fahrt wird damit deutlich günstiger, in der Straßenbahn sogar um mehr die Hälfte, gegenüber dem Einzelkauf in der Tram. Für eine U-Bahn Fahrt habe ich z. B. 1,25 statt 1,40 € gezahlt. Das gleiche hat mich auch eine Fahrt in der Tram gekostet, obwohl der Normalpreis sogar bei 2,85 € lag.
Unser Hotel bafand sich super zentral an der Station Rossio (super um in alle wichtigen Stadtteile zu gelangen und wesentliche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen). Das Hotel selbst kann ich leider nicht empfehlen, es war leider nicht besonders sauber und das Zimmer war halt ein Zimmer. Wohlfühlfaktor: na ja. Aber wir waren ja auch nicht des Zimmers wegen in dieser sonnigen Stadt.

Nach der Ankunft und einer kurzen Pause im Hotel haben wir uns irgendwann auf die Suche nach einer schönen Lokalität zum Essen begeben. Unser erstes angesteuertes Ziel, war leider zu, also schlenderten wir noch eine Weile bis wir eine tolle Location, das Jardim das Cerejas, fanden (der App HappyCow sei Dank). Das übersichtliche, sehr helle Restaurant machte um 19 Uhr wieder auf und bot ein reichhaltiges veganes Buffet mit glutenfreien Optionen, was für uns beide ein Volltreffer war. Preis: 9,50 €, die Flasche Hauswein dazu 6 €. Es gab eine feine Auswahl an warmen und kalten Speisen, eine Blumenkohlsuppe, diverse Quiches, Salata/Rohkost), Aufläufe, Beilagen wie Reis, Couscous, Papadam und und und. Nicht überfordernd aber mehr als genug Auswahl zum Durchprobieren. Der Laden füllte sich auch schnell und das Essen war super. So wie der Wein.

Jardim das Cerejas


Nach dem leckeren, ausgewogenen Abendessen schlenderten wir Richtung Bairro Alto, wo wir zunächst zufällig auf einer Erasmus-Party gelandet sind, mit ein paar Studenten gequatscht haben, 5 Bier für insgesamt 5 Euro uns gegönnt haben und die ersten Pasteis de Nata probieren konnten. Dazu gab es noch anscheinend regionale Live-Musik (da kenne ich mich leider zu wenig aus).
Danach sind wir weitergezogen und in einer wunderbaren Bar gelandet: Spot Bairro Alto, entspanntes Publikum, leckere Cocktails und großartige Live-Musik (Adele kann einpacken). Dort sind wir auch mit einem Mojito versackt. So ging auch unser erster Abend zu Ende.
Spot Bairro Alto

Spot Bairro Alto - wunderbare Live-Musik!


Tag 2


Der zweite Tag begann etwas später, wir haben uns erstmal ohne Frühstück auf den Weg zum Feira da Ladra, einem bekannten und sooo schönem großen Flohmarkt im Osten der Stadt (ein Stück hinter dem Castelo de Sao Jorge) gemacht. Dieser findet dienstags und samstags statt. Auf dem Weg dahin haben wir uns noch ein wenig in einem kleinen portugiesischen typischen Bistro gestärkt, wo das Essen noch von der Mama gekocht wird ;)
Der Flohmarkt war für und ein wahnsinnig gefährliches Pflaster. Soo viele schöne Sachen <3 Zum Glück konnten wir nur mit Handgepäck zurückfliegen. Also habe ich mir „nur“ vier paar Ohrringe, zwei Magnete mit Bildern von Kunsthandwerkern, ein kleines Büchlein vom selben Stand und zwei selbstgemachte Seifen gekauft. Dinge, die gerade noch so ins Handgepäck passen ;)




Danach haben wir es endlich zum Castelo de Sao Jorge geschafft. Eine atemberaubende Aussicht! Wow. Und dann der Sonnenuntergang, diese alten Mauern. Unbeschreiblich schöner Ort. Sicher der Touristen-Ort schlechthin, aber definitiv einen Besuch wert. Hier nur eine kleine Auswahl von Eindrücken für dich:





Abends zog es uns dann ins O Euriko (nicht unbedingt was für Vegetarier oder Veganer – da eigentlich ein Fischrestaurant), aber auch hier wieder schöne heimelige Atmosphäre. Nach dem Essen und dem 3 Euro die Flasche Hauswein (zahlt lieber sechs, was hatte ich Kopfschmerzen am nächsten Morgen) sind wir wieder durch Bairro Alto geschlendert, hatten je einen halben Liter Bier für 1,10 € (ja, ernsthaft, normlaer Preis hier) und sind dann doch wieder in der entspannten Bar (Spot Bairro Alto) vom Montagabend gelandet.


Tag 3


Der Mittwochabend sollte der einzige bewölkte Tag werden. Das hielt uns aber nicht davon ab früh zu starten und uns nach Belém zu begeben. Belém liegt im Südwesten der Stadt, sehr am Ufer gelegen und hat vor allem: Küste, Hafen, das älteste und bekannteste Pasteis de Belém Café der Stadt (seit 1837) mit den berühmten Blätterteig-Pudding-Törtchen (die dir noch warm serviert werden und buchstäblich auf der Zunge zergehen… ein Traum!) und dem wahnsinnig großen und beeindruckenden Mosteiro dos Jeronimos (Hieronymitenkloster). Außerdem befindet sich der Botanische tropische Garten genau zwischen der Patisserie und dem Kloster. Ein spannender Ort mit unglaublich vielen Vögeln von Enten über Hähne hin zu Pfauen, Riesenpalmen und verlassenen Gewächshäusern mit kaputten und von der Zeit deutlich gezeichneten Glasscheiben. Absurd seltsamer Ort mit einem morbiden Charme.
Das Getränk des Urlaubs: Weißwein

Der morbide "Charme" des botanischen Gartens

Verwunschene Orte im Botanischen Garten

Nur ein kleiner Teil der im Garten lebenden Pfaue

Das berühmte Café

Und hier die berühmten zarten Blätterteigtörtchen

Das Kloster in Belém

Belém

Belém

Belém

Belém

Nach dem Besuch in Belém sind wir zunächst einmal ins Hotel gefahren um uns ein wenig zu erholen. Als wir wieder wach waren, regnete es draußen lautstark und uns war klar: zu Fuß die abendliche Stadt erkunden ist heute nicht das Richtige. Wir haben uns daraufhin das Castelho de Aziz ausgesucht, das die Küche Mosambiks mit der Küche Portugals verbindet und auch vegane Speisen auf seiner Karte hat. Spennende Einflüsse und wieder diese typische, unaufgeregte, einfache Atmosphäre. Der Abend wurde lang, denn wir sind noch mit dem Besitzer ins Plaudern gekommen und so sind wir erst lange nach der eigentlichen Schließzeit aus dem Lokal mit seinem spannenden Essen, guten Wein und den wahnsinnig sympathischen Menschen rausgetorkelt.


Tag 4


Der letzte Tag war kurz, denn nachmittags ging unser Flug gen Heimat. Die Sonne schien wieder in voller Pracht, wir gönnten uns eine kleine Stärkung mit absolut wie bei Oma schmeckender Suppe mitten in der Innenstadt für unglaubliche 1,60 € und spazierten noch eine Weile gen Norden, bevor wir dann doch in die Metro stiegen um uns von dieser zum Flughafen, zugegeben, nicht ganz freiwillig, bringen zu lassen.

Eindrücke vom letzten Tag in Lissabon






Mein Fazit von den Tagen in Lissabon: eine verrückte Stadt mit unglaublich liebenswürdigen und authentischen Menschen, einfachen und so herzlichen Lokalen, wahnsinnig schönen Aussichten und unzähligen Stufen und Winkeln. Gern wieder. Mit mehr Ausdauertraining zuvor um noch viel mehr Stufen besteigen und noch mehr versteckte Schätze entdecken zu können.

Kommentare