Blogging Sunday - Edition One

Okay, zugegebenermaßen ist schon seit über zwei Stunden Montag, aber ich schlafe noch nicht und mein Kopf sprudelt noch so vor Ideen.

Ich weiß, ich war eine Weile verschwunden, ich war ziemlich beschäftigt mit mir selbst und im Grunde habe ich ganz viel Energie auf Dinge verschwendet, die mir im Endeffekt kaum etwas gebracht haben. Vor 11 Tagen habe ich gekündigt. Ja, meinen festen, unbefristeten Job, am letzten Tag meiner Probezeit. Ich halte mich selbst beizeiten für bekloppt, aber es geht mir, trotz gewissen und nachvollziehbarere Existenzsorgen, ziemlich gut. Mein Kopf ist wieder frei für Ideen. Zwar habe ich den wahren Pfad noch nicht gefunden, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dem schon ziemlich nah bin. Noch ist alles aber im Aufbau.

Was ich will? Ich habe über die Zeit gemerkt, neben dem ein oder anderen Aspekt, der mich gestört hat, dass ich zumindest momentan ein Problem mit einem starren 40-Stunden Bürojob habe, der mir keinerlei Freiraum in meiner zeitlichen Gestaltung bittet. Mit meinen Aufgaben war ich prinzipiell sehr zufrieden, es macht mir Spaß Entwicklungspläne für Menschen zu erstellen, Bewerbungsgespräche zu führen und auch der Ausbilderkurs, den ich seit Mitte März mache, macht mir Spaß. Aber ich wünsche mir noch mehr. Ich brauche Freiräume, um meine Kreativität entfalten zu können. Ich will nicht jedes Mal, wenn ich früher gehen MUSS, weil ich einen Arzttermin habe, mich wie ein Verbrecher fühlen. Mag sein, dass ich da etwas empfindlich bin, aber je nachdem wie starr die Strukturen sind, kann das wirklich schwierig sein. Und ich wünsche mir mehr Flexibilität, was den Ort meiner Arbeit angeht. Das kann durchaus für einige Stunden festgelegt sein, aber die Anwesenheitskultur in vielen Unternehmen, also der Glaube, dass man den Angestellten nur kontrollieren kann, wenn er am Arbeitsplatz in seinem Büro ist, halte ich für schlichtweg überholt. Das ist jetzt natürlich meine absolut persönliche Meinung. Wenn der Job es erfordert, klar, absolut kein Problem damit. Aber ganz ehrlich, bei manchen Aufgaben bin ich Zuhause tausend Mal produktiver mit meiner Tasse Tee, als auf Arbeit an Tagen, wo ständig einer reinkommt und irgendwas wissen will (was meist nicht dringend ist) oder einfach um einen lustigen Spruch reinzuwerfen.

Für mich als Menschen, der zu einer gewissen Introvertiertheit neigt, ist solch eine Arbeitsatmosphäre an manchen Tagen schlichtweg kontraproduktiv. Außerdem ist es gerade halb drei, also schon fast früh am Morgen und ich bin super produktiv.

Jedenfalls bin ich gerade ganz viel dabei auszuloten, wie ich meinen Lebensunterhalt sichern kann ohne dabei im Idealfall gewisse Flexibilität, die mir wichtig ist, einzubüßen. Noch ist es zu früh von konkreten Plänen zu sprechen, aber ich hoffe, dass sich das ein oder andere umsetzen lässt.
Um die Zeit, in der ich noch nicht konkret meine Zukunft geplant habe sinnvoll zu nutzen, habe ich mich heute an die Seite Stellenwerk Hamburg erinnert, auf der man auch neben teilweise echt spannenden Werkstudentenjobs u. a. auch als Proband sich für Versuchsreihen melden und so mit 1-2 Stunden Anwesenheit und Aufgaben gemäß Anordnung erledigen ein paar Euro dazu verdienen kann. Da das Geldverdienen gerade natürlich ne große Rolle für die ruhigen Nächte spielt, sind ein paar Euro zusätzlich nie verkehrt. Nebenher suche ich natürlich nach Tätigkeiten, die meinen Vorstellungen entsprechen könnten und schreibe Bewerbungen. Einige Perlen waren da schon dabei und ich hoffe, dass das ein oder andere zumindest demnächst einen Gesprächstermin bringt.

Außerdem habe ich mich gerade beim Recherchieren an die DNX Konferenz erinnert. Irgendwann vor ein-zwei Jahren bin ich bereits drüber gestolpert und gerade beim Recherchieren, ob bzw. welche Möglichkeiten in der Selbständigkeit es eventuell auch gibt, ist mir das wieder eingefallen. Passenderweise wäre die nächste schon im Mai, aber ich hadere noch mit dem Geld. Spannend wäre das ja. Hm. Ich muss da noch 2-3 Nächste drüber schlafen.

Der Blogging Sunday soll im Idealfall einfach ein Umriss meiner Gedanken der letzten Wochen sein. Das kann so bunt und unterschiedlich sein, wie das Leben. Gerade schießen mir jede Menge Gedanken durch den Kopf und ich wollte sie mit euch teilen.

Ich hoffe, dass ich bald etwas konkreter werden kann.

Und nun, macht's jut! Bis bald :)

Nastasja

Zwei Tage nach der Kündigung Berliner Luft schnuppern und die Sonne am Maybachufer genießen


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