Low- oder Non-Budget-Rubrik: Hacks des Tages

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich aus der kleinen Versenkung. Das Off-Life war einfach nur wunderschön in der zweiten Mai-Hälfte, führte aber auch dazu, dass ich den Blog ruhen ließ. Ich war Mitte Mai auf dem 25. Wave-Gotik-Treffen und dieses Wochenende auf dem Mittelalter-Phantasie-Spectaculum im Berlin/Hoppegarten. Dazu müsste ich eigentlich zwei eigene Posts noch machen, aber diese Woche ist voll mit To-Dos: Einsendeaufgaben für die Uni erledigen, für die Ausbildereignungsprüfung lernen, nebenher etwas Geld verdienen und und und.

Aber nun zu etwas anderem erstmal. Ich werde immer mehr zum Meister des genügsamen und dabei genussvollen Lebens und versuche ohne geizig zu sein, einfach das zu nutzen, was zur Verfügung steht um an mein Ziel zu kommen. Ich möchte nun mal mehr mal weniger regelmäßig euch einfach von meinen "Hacks" erzählen, also meinen Erfahrungen, Tipps oder Tricks, wie ich mit wenig viel erreicht habe bzw. das bekommen habe, was ich brauchte. Mein Vorbild zu dieser kleinen Rubrik ist der englischsprachige Blog The non-consumere advocate, in dem es darum geht, den Konsum herunterzufahren und die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen aber auch kreativ zu werden. Nicht alles davon spricht sichelrich jeden an, und jeder hat andere Motive konsumkritisch zu handeln. Diese können ökologischer oder ethischer Natur sein aber auch schlichtweg um Geld zu sparen, sei es um sich etwas Besonderes leisten zu können oder aus der Not heraus.

Mir ist wichtig, das Leben mit all seinen kleinen und großen Problemchen aber auch wunderschönen Seiten zu genießen. Das ist ganz ganz wichtig. Und das geht sowohl mit als auch ohne viel Geld.

Das Leben ist wundervoll, wenn du zu den Klängen deiner Lieblingsmusik im Regen tanzen kannst und über dir die Sonne scheint


Ich fange einfach mal mit heute an:

1. Ich war heute für ein einstündiges Experiment an der Uni und habe dafür 15,80 € bekommen. Das ist der zweitbeste Schnitt, den ich für so ein Experiment je bekommen habe. Das war richtig toll. Und das Experiment war auch ganz spannend (Durchführung am PC).

2. Ich habe es geschafft trotzdem ich das Frühstück ausgelassen habe, mir nach dem Experiment nichts unterwegs zu kaufen und habe mir stattdessen mit Spinat aus dem TK, Tomaten, die allmählich eh weg sollten, ein wenig veganem Käse und Nudeln eine leckere Nudelpfanne zu machen. Eine Portion ist noch für morgen da.

3. Ich habe heute den Monatsabschluss für Mai gemacht und alles Wichtige für Juni in meiner Excel-Tabelle eingetragen und vorbereitet. Leider habe ich mehr ausgegeben, als ich wollte, aber durch das Aufschreiben weiß ich wo das Geld geblieben ist. Es sind aber auch einige Kleidungsstücke dazu gekommen, die ich aber mit bedacht gekauft habe. Mein Kleiderschrank brauchte ein kleines Update (vor allem Basics, aber auch ein schöner Wickelrock für mittelalterliche/gruftige Veranstaltungen).

4. Mir ist eingefallen, dass ich noch knapp 6 Euro auf meinem Paypalkonto hatte und ich habe Pfand weggebracht (war nicht viel, nur 1,73 €). Aber wieder ein bisschen Geld, das in die Exceltabelle wanderte.

5. Eben gerade komme ich von der Götterspeise. Das ist so ähnlich wie Foodsharing, nur schon früher entstanden. Jeden Abend (bis auf Sonntag verständlicherweise) werden dort in unmittelbarer Nähe eines Supermarktes, der abends Lebensmittel aussortiert, die nicht mehr so gut verkäuflich wären, eben diese an alle, die vorbeikommen verteilt. Dabei sind dort vom Student, über Angestellten, über Alleinerziehende oder Großfamilien alles anwesend. Ein bunter Haufen und niemand muss irgendwas erklären, warum, wieso, weshalb. Die Lebensmittel werden gerettet und die Menschen können diese nach Lust und Laune verwerten, Heute war wieder ein richtig guter Tag. Ich habe sogar 2 Packungen Veggie-Schnitzel und Geschnetzeltes abbekommen (es gab auch wahnsinnig viel Fleisch aber generell von allem recht viel heute, das ist jedoch nicht immer so. Ich verstehe aber die Leute nicht, die dann beleidigt sind, wenn nicht so viel verteilt wird. Sowas gibt es leider auch. Aber die meisten sind zum Glück dankbar, dass es das überhaupt gibt), einiges an Gemüse, etwas Obst und reichich Brot (Zwiebelbrot! und Vollkorn-Toast sowie ein paar Brötchen). Außerdem gab es wohl außer der Reihe eine kleine Spende eines Spezialitäten-Geschäftes mit hochwertigen Pralinen, Nougat und anderen tollen Sachen. Das war wundervoll heute, ich freue mich so sehr über die Ausbeute und plane schon, was es die nächsten Tage daraus zu essen gibt. Außerdem verbinde ich das ganze mit einem schönen kleinen abendlichen Spaziergang, der mir richtig gut tut.

6. Ich war kurz zum Tauschtisch spazieren und  habe mir ein Buch über die Organisation "Weiße Rose" und eins von Stephen King mitgenommen.

Das sind meine kleinen und großen Erfolge von heute. Ich würde mich total freuen, wenn sich noch mehr Leute hier anschließen mögen und ihre Tipps, Tricks und Erfahrungen teilen.

Habt eine tolle Woche!

Liebe Grüße
Nastasja

Sonnenuntergang auf dem Rückweg vom MPS in Berlin nach Hause






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